Wesentliche Umsetzungsarbeit bei den Bestrebungen um rationelle Energieverwendung muß auf der kommunalen Ebene geleistet werden. Hier wird über Erfolg oder Mißerfolg ernsthafter Einsparbemühungen entschieden.
Ausführlich werden die einzelnen Maßnahmen im "Leitfaden kommunaler Handlungsmöglichkeiten" der BUND-Fachgruppe "Bauen und Energie" beschrieben.
1. Bauleitplanung
- Verschattungsfreie Gebäudeanordnung garantieren (passive Solargewinne)
- Dachflächen mit Südorientierung bevorzugen (aktive Solarenergienutzung)
- Kompakte Bauform: Doppel-, Reihen- und besonders Geschoßwohnungsbau sparen viel
Energie, Einfamilienhäuser sind "Energiefresser".
- Bei Ost-West-Zeilen sinkt der Verbrauch um 10% gegenüber Nord-Süd-Zeilen
Nahwärmeversorgung mit Blockheizkraftwerken für Neubaugebiete vorsehen
2. Aktive Liegenschaftspolitik
- Festsetzung eines hohen Wärmeschutzstandards in privatrechtlichen Verträgen bei der Veräußerung städtischer bzw. gemeindeeigener Grundstücke.
Beispiele: Schopfheim, Freiburg, Heidelberg, Donaueschingen, Bühl.
3. Intensive Öffentlichkeitsarbeit:
- Veröffentlichung von Energiesparinformationen
- Ausstellungen, Vortragsabende und Wettbewerbe
4. Förderprogramme
Finanzielle Anreize sind zur Einführung von Energiesparhäusern und vor allem für die
energetische Sanierung des Gebäudebestandes von großer Bedeutung.
5. Vorbildfunktion
Niedrigenergie-Bauweise als erster Schritt für kommunale Bauprojekte vorschreiben. Beispiele: Tübingen, Freiburg, Heidelberg, Donaueschingen, Stuttgart.
6. Weiterbildung
Fachseminare mit Berufsverbänden.
7. Energieberichte
Bilanzierung der Sparerfolge im Rahmen von Umweltberichten.
8. Energieberatung
Ein Energiebeauftragter kann sich auch für kleine Gemeinden lohnen.
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